Nach den Empfehlungen der Fachausschüsse Vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz und dem Fachausschuss Einsatz, Löschmittel und Umweltschutz der deutschen Feuerwehren aus der AGBF Bund wurde im Januar 2021 offiziell folgendes Vorgehen empfohlen.
Die Erstmaßnahmen zur Brandbekämpfung sind gleich zu einem normalen PKW-Brand: Kühlen mit Wasser und ggf. mit Löschmittelzusätzen wie Löschschaum oder Netzmittel.
Wichtig ist es, immer die aktuellsten Rettungsdatenblätter zu Rate zu ziehen.
Generell weisen moderne Fahrzeuge eine erhöhte Rauch- und Wärmefreisetzung auf.
Wenn es sich um ein Elektrofahrzeug handelt, sollte der Hochvoltspeicher mit einer Wärmebildkamera untersucht werden.
Das effiziente Löschmittel für die Brandbekämpfung bleibt Wasser.
Wenn bei der Kontrolle des Hochvolt-Energiespeichers im Elektrofahrzeug eine deutlich über der Außentemperatur liegende Temperatur gemessen wird, in Kombination mit einem stetigen Temperaturanstieg, ist nach aktueller Empfehlung das Gehäuse des Hochvolt-Energiespeichers mit Wasser zu kühlen.
Die Quarantänisierung ist explizit nicht Aufgabe der Feuerwehr. Die Deutsche gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) rät in der neusten Fachempfehlung diese Methode nur im absoluten Ausnahmefall anzuwenden, da die Löschwasserentsorgung die Feuerwehren vor einen großen logistischen Aufwand stellt. Insbesondere eine präventive nasse Quarantäne ist zu unterlassen.
Es ist so lange die HV-Batterie im E-Auto zu kühlen und mit der Wärmebildkamera zu kontrollieren, bis das Fahrzeug an den Betreiber oder einen geeigneten Abschlepper übergeben werden kann.
Der Löscherfolg wird nur durch die Kühlwirkung des Wassers bewirkt.
Quelle:
https://www.agbf.de/downloads-fachausschuss-vorbeugender-brand-und-gefahrenschutz/category/28-fa-vbg-oeffentlich-empfehlungen?download=356:2021-01-fachempfehlung-elektrofahrzeuge